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Kommentar zur Baubranche in Not

Jetzt muss die Bauministerin liefern

Die Regierung sollte ein Sofortprogramm für die Baubranche auflegen, meint Frank-Thomas Wenzel.

Wenn in einer Branche die Nachfrage groß ist und zugleich Projekte abgesagt werden, dann stimmt da etwas ganz gewaltig nicht mehr. Am Bau ist dies der Fall. Der Materialmangel hat Dimensionen angenommen, die noch vor einem Jahr unvorstellbar waren. Entsprechend sind die Kosten fürs Bauen in die Höhe geschossen. Die Geschäftserwartungen der Unternehmen sind in den tiefsten Keller abgerutscht. Denn zu den hohen Kosten kommt, dass die Zinsen zur Finanzierung von Bauprojekten seit Jahresbeginn in einer beispiellosen Geschwindigkeit steigen.

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Baubranche in der Krise: Warum immer mehr Projekte platzen

Bezahlbarer Wohnraum wird dringend benötigt. Doch statt mehr wird in Deutschland weniger gebaut. Und die Anzeichen werden deutlicher, dass in der Baubranche immer mehr Projekte auf Eis gelegt werden.

Wenn so viele negative Faktoren zusammenkommen, dann ist oft von einem perfekten Sturm die Rede – einem Aufschaukeln von negativen Faktoren. Die Ursache ist der Krieg in der Ukraine, der eine zuvor schon erkennbare Entwicklung noch einmal gesteigert hat.

+++ Alle aktuellen Entwicklungen finden Sie im Liveblog +++

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Entlastung ist nicht in Sicht. Die EZB hat bereits angekündigt, dass sie die Leitzinsen im Juli erhöhen muss. Deshalb werden Baukredite teurer. Zugleich werden mit der Fortdauer des Krieges Baustahl und Holz aus Russland und der Ukraine immer rarer. Bezahlbare Wohnungen werden zugleich immer dringender gebraucht, auch, damit Kriegsgeflüchtete ein Dach über dem Kopf haben.

Schnelle Maßnahmen wie beim Entlastungspaket nötig

Was die Bundesregierung für die Rüstung, für Mobilität und Energieversorgung schon auf den Weg gebracht hat, muss endlich auch für den Wohnungsbau her: ein Sofortprogramm. Am schnellsten und effizientesten geht das, wenn staatliche Förderung zum Umbau von Büros oder Parkhäusern, zum Füllen von Baulücken und zum Aufstocken von Altbauten genutzt wird. Bauministern Klara Geywitz (SPD) muss jetzt liefern, und zwar schnell.

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