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Habeck löst Alarmstufe aus

Industrieverband zum Gassparen: „Sparpotenzial kurzfristig überschaubar“

Rohrsysteme der Ostseepipeline Nord Stream 1, durch die Deutschland nun weniger Gas erhält.

Der Verband der Industriellen Energie- und Kraft­wirtschaft (VIK) hat auf die Folgen der Gas­ein­sparungen hingewiesen. „Sparpotenzial ist sicher noch vorhanden, auch wenn gerade viele unserer Mitglieder bereits seit dem Herbst 2021, als die Gaspreise zu steigen anfingen, Einspar­maßnahmen eingeleitet hatten“, sagte VIK-Haupt­geschäfts­führer Christian Seyfert dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND). „Weitere Einsparungen beruhen nun weitestgehend auf Produktions­reduzierung, was wiederum Absprachen mit den Kunden bedingt.“

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Habeck ruft Alarmstufe aus: Dazu dient der Notfallplan Gas

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat die zweite der drei Stufen des Notfallplans Gas aktiviert. Was bedeutet das?

Die Industrie stehe bereit, ihren Anteil an den geplanten Einsparungen zu leisten. „Wir wissen aber von Unternehmen, die schon ihren Erdgas­verbrauch gedrosselt haben, weil seit Monaten wegen der hohen Gaspreise die Produktion in Teilen unwirtschaftlich ist. Darüber hinaus dürften die mobilisierbaren Sparpotenziale kurzfristig, also bis ins nächste Jahr hinein, überschaubar sein.“

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Sollte die Gasmenge für Unternehmen gedrosselt werden müssen, fordert der Industrie­verband eine Einzel­fall­prüfung: „Wir setzen darauf, dass neben der individuellen Situation der Unternehmen und Branchen bei den Entscheidungen auch übergeordnete Aspekte berücksichtigt werden“, sagte Seyfert dem RND. Es gehe darum, „zumindest das kontrollierte Herunterfahren von Anlagen etwa der Glasindustrie zu ermöglichen, um deren Zerstörung zu verhindern“. Außerdem müssten die nachgelagerten Wert­schöpfungs­ketten berück­sichtigt werden. „Das gilt vor allem für die Grund­stoff­industrien, um systemrelevante Produktion aufrecht­erhalten zu können.“

Wirtschaftsminister Robert Habeck hatte am Donnerstag die Alarmstufe des Notfallplans Gas ausgerufen. „Das ist kein Spiel“, sagte der Minister in Berlin. Angesichts der gedrosselten Liefer­menge aus Russland müsse man schon jetzt im Sommer den Gasverbrauch reduzieren.

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