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Nüsse ziehen

Ehepaar Herwig veredelt Walnussbäume in Katlenburg

Haben sich auf Walnussbäume spezialisiert: Marlene und Philipp Herwig am Klosterhof in Katlenburg.

Haben sich auf Walnussbäume spezialisiert: Marlene und Philipp Herwig am Klosterhof in Katlenburg.

Katlenburg. Das nötige Fachwissen hat ihnen Marlene Herwigs Patentante Helga Lindemann vermittelt, die seit 35 Jahren in der Pfalz Walnussbäume veredelt. „Die sogenannten Unterlagen für unsere Pflanzen ziehen wir in Katlenburg selbst“, berichtet Philipp Herwig. 20 000 Schwarznüsse hat das Ehepaar mit der Hand ausgesät.

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Nur ein Drittel der Nüsse keimt. Auf diese Unterlage wird dann der Walnussreiser aufgepfropft. Die Reiser kaufen Herwigs bisher bei einem Spezialisten zu. Sie sind aber dabei, einen eigenen Muttergarten aufzubauen.

Von den veredelten Bäumen wiederum wächst nur die Hälfte in den kommenden anderthalb Jahren auf dem Feld heran. Mit einer Größe von anderthalb bis zweieinhalb Meter gehen die Heister, die Jungbäume, in den Verkauf.

Seit dem 16. Jhd. im Besitz der Familie

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„Weil die Veredelung so zeit- und arbeitsintensiv ist, kaufen die meisten Baumschulen Walnussheister zu“, berichtet Philipp Herwig. Mehr als 20 Baumschulen konnte er bereits vom eigenen Produkt überzeugen. Die Heister gibt es aber auch im Einzelverkauf auf dem Klosterhof. Derzeit sind Herwigs auf der Suche nach einem Spediteur, der Bäume bundesweit ausliefert.

„Wir bieten nur deutsche Sorten an“, betont der Agraringenieur. Sie kommen im Gegensatz zu billigeren französischen Walnussbäumen besser mit dem Winter klar und blühen später. „Viele Gartenbesitzer wollen ihre eigenen Nüsse ziehen“, weiß Marlene Herwig.

Der Klosterhof in Katlenburg ist seit dem 16. Jahrhundert im Besitz der Familie von Melanie Herwig. Er war schon damals nicht mehr mit dem Kloster verbunden. Zum Hof gehören 25 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche. Davon benötigen Herwigs anderthalb Hektar für ihren Betrieb selbst. Den Rest haben sie verpachtet.

Von Michael Caspar

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