Ausbildung in der Region Göttingen

Fast 2000 Teilnehmer besuchen digitale Berufsorientierungsmesse

Virtuelle Messestände waren die digitale Anlaufstelle für Besucher der Berufsorientierungsmesse (BOM)..

Virtuelle Messestände waren die digitale Anlaufstelle für Besucher der Berufsorientierungsmesse (BOM)..

Göttingen. Fast 2000 Besucher, knapp 28000 Seitenaufrufe in wenigen Tagen, viele neue Kontakte zwischen Berufseinsteigern und Ausbildungsbetrieben – das ist die erfreuliche Bilanz der ersten digitalen Berufsorientierungsmesse (BOM), die das Tageblatt zusammen mit dem Portal jobsfuerniedersachsen.de organisiert hatte.

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In der virtuellen Lokhalle konnten die Besucher kostenfrei rund 40 digitale Messestände besuchen und mit den Ausstellern – vor allem Unternehmen, aber auch Schulen und andere Institutionen – in Kontakt treten. "Die Aufmachung war sehr gut. Ich denke, dass das die richtige Alternative zu herkömmlichen Messen ist", zog beispielsweise Frank Lipphardt, Inhaber der Göttinger Firma Lipphardt Metallbau, ein positives Fazit.

Allerdings habe es bei ihm keine konkreten Bewerbungen gegeben. Dennoch hält er das Format für zukunftsfähig: „Das kann sicher noch erweitert werden, und wir könnten als Betrieb auch noch mehr zusätzliche Infos liefern, damit den Interessenten noch mehr Unterlagen zur Verfügung gestellt werden können“, blickt er schon auf eine mögliche Fortsetzung hinaus.

„Konzeptionell gute neue Wege eingeleitet“

Auch Christian Scheele vom Aussteller Kinderhaus e.V. zeigte sich nach der Messe zufrieden: „Die Messe hat konzeptionell gute neue Wege eingeleitet. Unsere Selbstdarstellung hat uns sehr gut gefallen. So gut, dass wir das Layout gerne weiterhin nutzen möchten“, so Scheele.

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Schon während der Messe gingen beim Kinderhaus eine konkrete Anfrage und zwei Bewerbungen als direkte Rückmeldung ein. Scheele freut das – er setzt aber auch auf einen weiteren Effekt. Seiner Ansicht nach haben sich viele Besucher erst einmal einen Eindruck gemacht und sich Informationen eingeholt, um sich dann später noch zu melden. Auch dies bewertet er positiv, auch wenn der Erfolg noch nicht messbar ist.

„Ein herausragendes Format“

„Solange keine Veranstaltungen in Präsenz möglich sind, ist dies ein herausragendes Format“, fasste Scheele seine Eindrücke zusammen. Und: „Auch wenn Veranstaltungen im Angesicht wieder möglich sind, sollte das Konzept auf jeden Fall beibehalten und parallel genutzt werden.“

Als schade empfand es Scheele, dass die Resonanz aus den Schulen seiner Ansicht nach noch ausbaufähig war: „Da die Schulen leider die Informationen häufig nur weitergegeben haben, selten eine Freistellung oder ein begleiteter Besuch erfolgte, ist die Teilnahme hier gering ausgefallen“, so Scheeles Kritik. Es sei daher schade, dass „nur ein Bruchteil der Schüler mit der Messe in Kontakt stand. Wir sind aber für jeden erfolgreichen Kontakt dankbar.“

Digitale Messe mit klickbaren „Hotspots“

Während der digitalen Berufsorientierungsmesse (BOM) konnten Berufseinsteiger und potenzielle Arbeitgeber in Kontakt kommen – trotz Corona-Pandemie. Etwa 40 Unternehmen, Institutionen und Behörden präsentierten an virtuellen Messeständen ihr Leistungs- und Ausbildungsangebot. Die BOM war dabei einer echten Messe in der Göttinger Lokhalle nachempfunden: Vom Eingangsbereich der bekannten Veranstaltungs-Location wurde der Besucher ins Foyer geführt; von dort aus konnten schließlich die Stände der Aussteller direkt erreicht werden. An den Messeständen gab es klickbare „Hotspots“ zur interaktiven Erkundung. Eingebunden waren dort unter anderem Videos, Flyer zum Herunterladen oder auch Livechat-Möglichkeiten. Mit der Sparkasse Göttingen, der GWG, der EAM und dem Landkreis Göttingen waren vier große Player aus Stadt und Region als Unterstützer mit dabei. Die weiteren Aussteller kamen aus ganz unterschiedlichen Branchen – beispielsweise aus den Bereichen Logistik, Gesundheit, Gastronomie, Handwerk oder IT. Auch Bildungs- und soziale Einrichtungen präsentieren sich auf der BOM.

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Positives Feedback auch von den Besuchern

Über die Kontakte zu den Ausstellern freuten sich auch viele der Besucher. Über einen Fragebogen konnten diese angeben, was sie gut fanden – und was vielleicht auch noch verbesserungswürdig. So schrieben Besucher beispielsweise über die Messe: „Ich fand sie gut, weil ich noch ein paar andere Berufe kennengelernt habe, die ich sehr interessant fand.“ Oder: „Ich finde es sehr gut, dass sich die Organisatoren so viel Mühe gegeben haben und alles online stattfinden konnte. Die Seite wurde sehr gut aufgebaut.“ Oder: „Ich empfand diese Veranstaltung als sehr hilfreich, weil man direkt mit den Arbeitgebern in Kontakt treten konnte.“ Einige differenzierten auch: „Ich fand das eine coole Idee, aber ich hätte mir ein persönliches Gespräch mehr gewünscht – aber im Ganzen hat das echt Spaß gemacht.“

Aufgrund des Erfolgs plant das Tageblatt bereits eine weitere digitale Berufsorientierungsmesse – wahrscheinlich für den Herbst. Das genaue Datum und weitere Informationen hierzu sollen rechtzeitig bekannt gegeben werden.

Von Markus Riese

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