Greenpeace: So viel Pestizid steckt in Speisefisch

Die Umweltschutzorganisation hat Speisefisch auf das verbotene Pestizid Ethoxyquin getestet.

Die Umweltschutzorganisation hat Speisefisch auf das verbotene Pestizid Ethoxyquin getestet.

Hamburg. Am schlechtesten schnitt bei der Analyse der „Stremel Lachs“ von Real ab: mit 881 Mikrogramm pro Kilogramm lag das Produkt deutlich über dem empfohlenen Grenzwert für Fleisch – einen gesetzlich festgelegten Höchstwert für Fisch gibt es nicht. Dahinter landete die „Regenbogen-Forelle“ vom Discounter Netto.

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Seit 2011 ist die Chemikalie Ethoxyquin in der Europäischen Union wegen einer "Reihe von Bedenken" nicht mehr zugelassen. Diese Verordnung gilt allerdings nicht für Zusatzstoffe in Tierfutter. Deswegen gelangt Ethoxyquin trotz des Verbots in der Landwirtschaft in unser Essen. Die Chemikalie wird verwendet, um Tierfutter wie Fischmehl für den Transport haltbar zu machen.

Laut Toxikologen ist die Aufnahme von Ethoxyquin in dieser Menge nicht akut gesundheitsgefährdend, es fehlen jedoch Langzeitstudien.

Fisch aus Bio-Kulturen fast immer unbelastet

Insgesamt hat Greenpeace im Labor 54 Fischprodukte auf Ethoxyquin untersucht. Darunter Fischprodukte aus Lachs, Forelle, Dorade und Wolfsbarsch. 32 Proben überschritten den Grenzwert für Fleisch deutlich. Fischproben aus Bio-Aquakultur liegen deutlich unter dem Fleisch-Grenzwert – mit einer Ausnahme: „Bio Lachsfilet“ von Edeka.

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Die Fischproben stammen aus deutschen Supermärkten und Biomärkten. Untersucht wurde Tiefkühlfisch sowie geräucherter und frischer Fisch aus Aquakultur, Bio-Aquakultur und Wildfänge. Eine Übersicht der Ergebnisse finden Sie hier.

Zur Wirkung von Ethoxyquin auf Mensch und Umwelt fehlen umfassende Daten. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat bis heute kein abschließendes Urteil zur Toxizität von Ethoxyquin gefällt. Möglicherweise schädigt die Chemikalie die Erbsubstanz, verändert den Leberstoffwechsel und steht im Verdacht, krebserregend zu sein.

Von RND/are

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