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Pink Gin VI

Größte Segeljacht aus Carbon zu Wasser gelassen

Blick auf das Gelände von Baltic Yachts in Jacobstad und die neue Jacht „Pink Gin VI“.

Blick auf das Gelände von Baltic Yachts in Jacobstad und die neue Jacht „Pink Gin VI“.

Duderstadt/Jacobstad.Das Hightech-Schiff ist mit 160 Tonnen extrem leicht für eine Jacht ihrer Größe. Ein 68 Meter hohe Mast aus Kohlefaser überragt das Meer. Die Segeljacht Pink Gin VI gehört zur Baltic 175-Fuß-Klasse.

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Baltic Yachts gilt als ein erstklassiges Jachtbauunternehmen, das 1973 offiziell gegründet wurde. Hauptaktionär der finnischen Jachtenschmiede ist seit 2013 die Ottobock-Holding, hinter der die Duderstädter Unternehmerfamilie Näder steht. Hans Georg Näder war eigens zum Launch des Bootes in die kleine Stadt Jakobstad im Norden Finnlands angereist. Auch das Göttinger Tageblatt war auf Einladung Näders mit von der Partie. Mit anwesend war zudem der in Fachkreisen bekannte Konstrukteur der Pink Gin VI, Rolf Vrolijk. 2003 gewann der in Hamburg Wohnhafte mit dem Team Alinghi als deren Chef-Designer den America‘s Cup. „Die Pink Gin lässt sich fast alleine steuern, wenn man weiß, wie die vielen Knöpfe im Cockpit der Jacht zu bedienen sind“, schwärmt Vrolijk. Nur bei schwerem Seegang sollte man eine einsatzfreudige Mannschaft an Bord haben. Immerhin fährt die Pink Gin VI spielend 18 Knoten, wenn sie vor dem Wind liegt. Dies entspricht der Geschwindigkeit, mit der große Motoryachten und Fähren auf dem Meer unterwegs sind. „Rund drei Jahre hat die Entwicklung der Jacht gedauert“, erzählt Vrolijk, der am Freitag die Jacht, die er und sein Team zuvor ausschließlich an einem Computer entworfen haben, das erste Mal im Wasser erleben durfte.

Unter Deck sind die Arbeiten noch nicht abgeschlossen. Doch Details sind bereits zu erkennen. Die Unterbringung erfolgt in sechs gut ausgestatteten Kabinen, darunter eine Eignerkabine sowie fünf Gästekabinen. Die Besatzung ist in vier Mannschaftskabinen untergebracht.

„Bei Innovation geht es immer darum, Lösungen zu finden, die funktionieren“, betont Näder. Aus diesem Grund sehe er auch die Superjacht-Industrie als fruchtbaren Boden für die Entwicklung in Design und Technik. „Wir arbeiten heute an Geist-Körper-Schnittstellen und intuitiv gesteuerten Prothesen, die individuell im 3D-Druck erstellt werden“, so Näder. Auch die Pink Gin VI sei ein Paradebeispiel, wie man State of the Art-Technologie bei Segeljachten einsetzen kann. Wichtig sei dem Liebhaber von Segelbooten außerdem, dass das handwerkliche Know-how des Bootsbaus gepflegt werde.

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Seit dem Erwerb der 80-prozentigen Beteiligung an Baltic Yachts durch die Ottobock-Holding setzt Näder dort gleiche Geschäftsgrundsätze ein wie in seiner Duderstädter Unternehmensgruppe. Er will die finnische Marke im schwierigen Markt für Jachten positionieren. Mit Erfolg: Seit dem Einstieg Näders hat sich die Mitarbeiterzahl von Baltic Yachts von 150 auf 260 fast verdoppelt. Heute erwirtschaftet der Jachtenbauer einen jährlichen Umsatz von 47 Millionen Euro.

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