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Südniedersachsen

Kreishandwerkerschaft kürt in Göttingen Sieger

Kreishandwerksmeister Christian Frölich (2.v.r.) hat die Sieger im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks ausgezeichnet. Unter ihnen auch zwei frischgebackene Jungmeister, die ihre qualifizierte Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen haben.

Kreishandwerksmeister Christian Frölich (2.v.r.) hat die Sieger im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks ausgezeichnet. Unter ihnen auch zwei frischgebackene Jungmeister, die ihre qualifizierte Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen haben.

Göttingen. Es ist mittlerweile zu einer festen Einrichtung der Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen geworden, diejenigen zu ehren, die ihr Können während des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks unter Beweis gestellt hatten. Am Mittwoch hat Kreishandwerksmeister Christian Frölich die Besten unter ihnen ausgezeichnet.

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Innungsbeste, dritte, zweite und erste Kammersieger sowie zweite und erste Landessieger – das sind die Kategorien, in denen sich die Gesellen in ihrem jeweiligen Gewerk nach anstrengenden Wettkämpfen wieder finden. Der Leistungswettbewerb, so die Richtlinie des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, sei eine Maßnahme der handwerklichen Berufsbildung, die letztendlich das Ansehen des Berufsstandes „Handwerker“ stärken, aber auch Werbung für das Handwerk als lohnendes Berufsziel machen soll.

Innungsbeste 2017: Jonas Dornieden (Anlagenmechaniker SHK); Moritz Maretschke (Bäcker); Felix Urban (Fleischer); Julian Demann (Fliesen-, Platten- und Mosaikleger); Florian Trebing (Tischler); Christoph Gieseler und Elias Staufenbiel (Kfz-Mechatroniker)

3. Kammersieger: Bente-Ansa Ortgies (Orthopädietechnik-Mechanikerin) und Johannes Bernhard (Straßenbauer)

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2. Kammersieger: Nadine Springer (Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk – Bäckerei); Michael Wäsch (Feinwerkmechaniker); Philip Müller (Maurer) und Klara-Maria Brennecke (Orthopädietechnik-Mechanikerin). 1. Kammersieger: Christian Blasche (Augenoptiker); Sebastian Sittig (Fliesen-, Platten- und Mosaikleger); Jonas Filthuth (Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker); Tamina Engelhardt (Maler und Lackiererin) und Johannes Jacob Freiesleben (Tischler)

2. Landessieger: Dennis Stromburg (Feinwerkmechaniker); Florian Trümmer (Mechatroniker für Kältetechnik) und Elias Bringmann (Zimmerer). 1. Landessieger: Leon Hass (Brauer und Mälzer); Sophia Tsai (Buchbinderin); Jaqueline Engel (Friseurin); Robert Pankratz (Orthopädietechnik-Mechaniker) und Lennart Diedrich (Straßenbauer)

Zusätzlich haben in 2017 Theresa Lange (Maler und Lackiererin) und Nils Schuchardt (Dachdecker) ihre Meisterprüfung abgelegt. Sie sind jetzt Jungmeister und haben die qualifizierte Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen.

„Für viele ist die berufliche Ausbildung besser“

Jeder Jugendliche müsse in seinen Fähigkeiten gestärkt und seine Ressourcen entdeckt werden. Hierzu müssten aber auch alle Wege aufgezeigt werden und sie müssten offen stehen. Christian Frölich: „Für viele ist nicht die akademische, sondern eine berufliche Ausbildung das Richtige.“

Der Kreishandwerksmeister kritisiert ganz deutlich auch die politische Praxis, nicht genug Werbung für das Handwerk als Ausbildungsmöglichkeit zu machen. „Es ist höchste Zeit, dass diese Erkenntnis auch in den Gymnasien ankommt: Absolventen sollen wissen, dass der Gang zur Uni kein Automatismus ist.“ Frölich: Eine berufliche Ausbildung ermögliche Karrieren, gerade auch dann, wenn einen das Studium überfordere – „und das betrifft immerhin jeden fünften Studenten.“

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Abiturienten als Zielgruppe

Die Kreishandwerkerschaft werde Abiturienten künftig stärker als Zielgruppe sehen. Als KH Südniedersachsen sei man aktuell dabei, mit genau diesem Antrieb eine erste Kooperation mit dem Felix-Klein-Gymnasium zu schließen – um so ein stärkeres Bewusstsein für das Handwerk und seine Karrieremöglichkeiten auch in die Gymnasien zu tragen.

„Es wäre fatal, wenn das Handwerk, der Mittelstand, von der Politik vergessen würde. Uns trifft jede Änderung doppelt und dreifach“, mahnte Christian Frölich. Das Handwerk sei Garant für Stabilität und Verlässlichkeit.

Von Markus Hartwig

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