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6. Runde des Deutschlandstipendiums

„Wer einmal dabei ist, bleibt dabei“

Die Deutschlandstipendiaten der Universität Göttingen des Jahrgangs 2015/16. Die Zahl der gestifteten Stipendien nimmt zu.

Die Deutschlandstipendiaten der Universität Göttingen des Jahrgangs 2015/16. Die Zahl der gestifteten Stipendien nimmt zu.

Göttingen. Seit 2011 gibt es das Deutschlandstipendium, das für ein Jahr vergeben wird und mit 300 Euro dotiert ist – 150 Euro werden gespendet, die andere Hälfte stammt vom Bund. Arbeitgeber- und Metallverband sind seit 2013 dabei, von Anfang an mit drei Stipendien. „Das ist eine gute Sache“, meint Geschäftsführerin Kirsten Weber – um die Region zu stärken. „Wir stehen im Wettbewerb mit anderen Ballungszentren, daher wollen wir mit den Hochschulen vor Ort kooperieren, die Standortattraktivität erhöhen und die gut Ausgebildeten in der Region halten.“ Dazu gehöre auch, deutlich zu machen, wie eng Wirtschaft und Hochschulen vernetzt sind und was für Jobperspektiven es gibt.

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Je nach Stipendienstifter gibt es unterschiedliche Beweggründe – etwa frühzeitiger Kontakt zu potenziellen neuen Mitarbeitern oder Marketing. „Das ist für mich jedoch zweitrangig, weil ich weiß, wie die Hilfe bei den Studenten ankommt“, sagt Weber.

„Ich habe neben dem dualen Studium noch einen Nebenjob, den ich dadurch reduzieren und mich stärker auf die Uni konzentrieren konnte“, sagt Josephine Neumann, Physiktechnik-Studentin an der Hochschule HAWK. Gleichzeitig habe das Stipendium es ihr aber auch ermöglicht, sich einen Englischkurs zu leisten, weil Fremdsprachen für sie im Studium viel zu kurz kämen.

„Einerseits sind die 300 Euro als Ergänzung klasse“, sagt auch Luisa Neubauer. „Ich habe dieses Jahr aber auch zwei Jobs angefangen, freiwillig, weil ich das spannend finde, und engagiere mich bei der Kampagnen-Organisation One. Das Stipendium zeigt mir, dass dieses Engagement, das ich so oder so machen würde, gesamtgesellschaftlich gewertschätzt wird. Das motiviert enorm, weiterzumachen.“

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Aber auch das Netzwerken macht sich positiv bemerkbar. Die Sparkasse bietet ihren Stipendiaten beispielsweise einen professionellen Blick auf Bewerbungsunterlagen an; Josephine Neumann konnte bei ihrem Förderer, dem Metallverband, einem Kommilitonen mit Praktikumskontakten weiterhelfen und auch selbst über einen anderen Stipendiaten ein Plasmalabor besuchen – „manchmal hat man selbst einen Nutzen, manchmal andere“. Luisa Neubauer schätzt sehr die neu entstandenen persönlichen Kontakte zu anderen Stipendiaten mit ihren ganz eigenen Erfahrungshorizonten.

„Deshalb werde ich nicht müde, für das Stipendium zu werben“, sagt Kirsten Weber. „In Wirtschaftskreisen ist es leider noch weitgehend unbekannt.“ Dabei sei es finanziell attraktiv, die Kosten liegen bei 1800 Euro für ein Jahr, dann könne man auch wieder aufhören. Weber allerdings hat andere Erfahrungen gemacht: „Wer einmal dabei ist, bleibt dabei.“

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