„Catan“ im Weltall: Neuauflage eines Klassikers

Neuauflage eines Klassikers: „Catan: Sternenfahrer“.

Neuauflage eines Klassikers: „Catan: Sternenfahrer“.

Aus all den Varianten von Klaus Teubers Jahrhundertspiel „Die Siedler von Catan“ stach eines immer besonders hervor: „Die Sternenfahrer von Catan“ aus dem Jahr 1999 versetzte den bekannten Dreiklang aus Rohstoffjagd, Warentausch und Entdeckung in eine – zugegeben etwas naive – Zukunft. Nun ist das Spiel in überarbeiteter Version wieder da.

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Am grundsätzlichen Prinzip hat sich wenig geändert, wie auch immer noch die Verwandtschaft zum Ur-„Catan“ erkennbar ist: Man erhält Rohstoffe, wenn man Niederlassungen an den entsprechenden Orten hat. Man tauscht sie ein, um sich weiter auszubreiten. Und man sammelt Siegpunkte; 15 müssen es sein.

Spieler bewegen sich mit Raumschiffen

Nur bewegt der Spieler sich hier nicht über eine fiktive mittelalterliche Landschaft, sondern durchs Weltall. Gebaut werden keine Städte, sondern Handelsposten, Kolonien und Raumhäfen. Vor allem aber bewegt man sich mit Raumschiffen über das Spielfeld, und hier kommt auch die interessanteste Abweichung zum klassischen „Catan“ ins Spiel.

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Denn jeder Spieler verfügt über ein sogenanntes Mutterschiff, ein raketenähnliches Etwas, mit dem man die Reichweite all seiner Raumschiffe bestimmt: Man dreht es einmal um oder schüttelt es, und unten werden zwei Kügelchen sichtbar, die – farbcodiert – für null bis drei Bewegungsfelder gut sind. Ist mindestens eine der Kugeln schwarz, kommt es zu einer Zufallsbegegnung mit einer außerirdischen Spezies, was mit Kartenhilfe abgehandelt wird.

Vor allem aber lässt sich das Mutterschiff aufrüsten, damit es schneller, gefährlicher und belastbarer wird. Allein das ist ein Spiel für sich. Es soll Menschen geben, denen es völlig egal ist, ob sie nun gewinnen oder verlieren, wenn nur diese Rakete möglichst schnittig aussieht.

Trotz Überarbeitung nicht zeitgemäß

Das größte Manko am alten „Sternenfahrer“-Spiel waren diese Mutterschiffe: Die Klammern für die Ausbauten brachen reihenweise, sobald sich erst einmal der Weichmacher aus dem Plastik verflüchtigt hatte – es wurde unspielbar. Eine neue Konstruktionsweise behebt diesen Fehler nun nachhaltig.

Dennoch muss man feststellen, dass Teubers „Sternenfahrer“-Spiel nicht wirklich gut gealtert ist. Zwar bereitet es nach wie vor Freude, sich im Weltall auszubreiten. Man kann die „Sternfahrer“ auch deutlich konfrontativer spielen als das klassische „Catan“; es ist auch dezent anspruchsvoller. Aber Partien mit einer Durchschnittsdauer von zwei Stunden und relativ langen Wartezeiten sind nicht wirklich zeitgemäß. Geduldige Nostalgiker greifen trotzdem zu.

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Klaus Teuber: „Catan: Sternenfahrer“, Kosmos Verlag, für drei oder vier Spielende ab zwölf Jahren, etwa 80 Euro.

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