„Furchterregende Bestie“: Größter bekannter Flugsaurier lebte einst in Australien

Forscher der University of Queensland haben einen Flugsaurier entdeckt, der vor Millionen Jahren den Fünften Kontinent bevölkerte und eine Flügelspannweite von bis zu sieben Metern hatte

Brisbane. Wie ein großer Drache schwebte er einst über den Weiten Australiens: Forscherinnen und Forscher der University of Queensland haben einen Flugsaurier entdeckt, der vor Millionen Jahren den Fünften Kontinent bevölkerte und eine Flügelspannweite von bis zu sieben Metern hatte. Es handele sich um das größte fliegende Reptil, das nach heutigem Stand je in Australien gelebt habe, heißt es in einer Studie des Doktoranden Tim Richards und seines Teams, die im „Journal of Vertebrate Paleontology“ vorgestellt wird.

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Drachen mit Flügelspannweite von etwa sieben Metern

Die Wissenschaftler hatten einen fossilen Kiefer untersucht, der in der Region von Wanamara im Nordwesten von Queensland gefunden wurde. Das Tier habe ausgesehen wie ein Drache, sagte Richards. „Der neue Pterosaurier, den wir ‚Thapunngaka shawi’ genannt haben, muss eine furchterregende Bestie mit einem speerähnlichen Maul und einer Flügelspannweite von etwa sieben Metern gewesen sein.“ Damals seien Teile von Queensland von einem urzeitlichen Binnenmeer (Eromanga-Meer) bedeckt gewesen, über dem die Flugsaurier dahinglitten und überwiegend Fische jagten.

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„Sie bestanden im Wesentlichen nur aus einem Schädel mit einem langen Hals und ein paar langen Flügeln dran“, so Richards. Der Schädel allein sei mehr als einen Meter lang gewesen, das Gebiss habe 40 Zähne gehabt. „Sie müssen große Schatten über zitternde kleine Dinosaurier geworfen haben, die sie nicht gehört haben, bis es zu spät war.“

Äußerst seltene Überreste

Den Wissenschaftlern zufolge gehörte der neu entdeckte Flugdrache zur Gruppe der Anhangueridae, die während der letzten Hälfte des Zeitalters der Dinosaurier alle Kontinente bevölkerten. Pterosaurier hatten sehr dünnwandige und relativ hohle Knochen und waren gute Segelflieger. Nur sehr selten würden fossile Überreste dieser Tiere gefunden. „Es ist fast unglaublich, dass es von ihnen überhaupt Fossilien gibt“, sagte Richards.

Der Fossiliensucher Len Shaw hatte den Kiefer 2011 nordwestlich von Richmond entdeckt. Der Name der neuen Spezies „Thapunngaka shawi“ leitet sich aus seinem Nachnamen und einer mittlerweile ausgestorbenen Sprache der Wanamara-Ureinwohner ab, in der die Worte thapun und ngaka so viel wie „Speer-Maul“ bedeuteten.

RND/dpa

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