Anleitung für einen Wandbehang

Modernes Makramee: So knüpfen Sie Ihre Vintagedeko selbst

Der fertige Wandbehang hängt über einem Sofa.

Der Wandbehang besteht aus drei Knüpftechniken und ist damit perfekt für Makramee-Anfänger geeignet.

Hannover. Makramee ist eine Knüpftechnik, die ursprünglich aus dem Orient stammt und über Spanien nach Europa kam. Während damals eingedrehte Fäden mit Fransen zu aufwändig geknüpften Ornamenten verarbeitet wurden, reicht es heute schon, ein paar Knottechniken zu beherrschen – perfekt für ein kleines DIY-Projekt. Denn wegen der zu leistenden Handarbeit haben die hübschen Wandbehänge, Blumenampeln oder Armbänder, die auf diese Weise entstehen, im Handel ihren Preis.

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Makramee: Mit wenig Material zur Vintagedeko

Wer es sämtlichen Influencern gleichtun und seine Vintagedeko selbst knüpfen möchte, braucht dafür nur eine Schere, entsprechendes Garn und, je nach Bedarf, Holzperlen mit großen Öffnungen. Für den selbstgemachten Wandbehang benötigt man außerdem entweder einen Dekoring oder einen Rundstab aus Holz. Und damit die Inneneinrichtung künftig mit dem natürlichen Boho-Look glänzt, eignet sich eine Schnur aus ungebleichten und plastikfreien Naturfasern am besten. Für filigrane Armbänder kann auch professionelles Garn aus dem Bastelladen verwendet werden.

Kleiner Tipp: Um aus weißer Schnur ein Einzelstück in Creme zu zaubern, legt man das Band in schwarzen Tee und lässt es vergilben. Die schlichten Farben und natürlichen Materialien passen anschließend in jede Wohnung – und das, obwohl der Aufwand gering ist.

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Das A und O für das DIY-Projekt: Der Befestigungsknoten

Wer vorhat, einen Wandbehang oder ein anderes großflächiges Projekt zu knüpfen, fängt mit dem Befestigungsknoten an. Mit ihm werden die sogenannten „Arbeitsfäden“, die später das Muster ergeben, zum Beispiel an einem Dekoring befestigt. Die Schnur muss hierfür mittig angehoben werden, sodass sich eine Schlaufe bildet. Sie wird dann von vorne über den Ringt gelegt. Die beiden Enden, die auf der anderen Seite übrig bleiben, werden anschließend durch die Masche gezogen.

Fünf Schnüre werden nebeneinander mit einem Befestigungsknoten angebracht.

Mit dem Befestigungsknoten bilden Makramee-Tüftler die Grundlage des DIY-Projektes.

Der Weberknoten: Makramee-Armbänder leicht gemacht

Den Weberknoten, auch Kreuzknoten genannt, kennen viele bereits aus der Schulzeit. Er wird gerne für das Knüpfen von Armbändern verwendet und dient dazu, vier Schnüre zu einem Strang zu binden – ideal, um Befestigungsknoten zu verbinden. Dafür nimmt man das Band links und legt es über die beiden mittleren, aber unter die rechte Schnur. Das Garn rechts wiederum wird dann unter die mittleren Stränge geführt und über das linke Band gezogen. Mithilfe der beiden Schnüre außen zieht man das Ganze dann nach oben zusammen. Jetzt wird ein zweiter Knoten gesetzt – diesmal spiegelverkehrt, man beginnt also mit der rechten Schnur.

Zu sehen ist der Weberknoten: Die linke Schnur führt über die beiden mittleren Stränge, wird aber unter die rechte Schnur gezogen. Das rechte Band hingegen führt unter die mittleren Stränge, aber über das Band links.

Mit dem Weberknoten werden zwei benachbarte Befestigungsknoten, also vier Stränge, verknüpft.

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Der Rippenknoten: Perfekt für Makramee-Anfänger

Makramee-Tüftler können sich, um für Abwechslung in ihrem DIY-Projekt zu sorgen, außerdem mit dem Rippenknoten vertraut machen. Er eignet sich sowohl für großflächige Muster als auch für das Schmuckdesign, zum Beispiel von Ethno-Armbändern. Den Basic-Knoten bindet man wie eine gewöhnliche Schlinge: Wer von einem Befestigungsknoten ausgeht, nimmt also die linke Schnur und führt sie unter die rechte. Dann bildet man eine Schlaufe, indem man das linke Band über das weiterhin vertikal liegende rechte Band zieht. Unterhalb der rechten Schnur wird das linke Band anschließend durch die Schlinge gezogen.

Eine Nahaufnahme des DIY-Wandbehangs zeigt die drei Knüpftechniken: den Befestigungs-, Weber- und den Rippenknoten.

Durch das Knüpfen mehrerer Rippenknoten bildet sich eine Diagonale.

Wie viel Garn für Wandbehang, Blumenampel und Co. gebraucht werden

In welcher Reihenfolge Weber- und Rippenknoten geknüpft werden, ist der eigenen Kreativität überlassen. Am besten probiert man sich aus, bis man ein Muster erzielt, das einem gefällt. Denn der große Vorteil des Makramee-Projektes ist, dass jeder „Fehler“ ganz einfach wieder aufgeknüpft werden kann. Wichtig ist nur, dass die Länge der Schnur großzügig berechnet wird: Mehr ist nie verkehrt. Für ein Projekt wie den Wandbehang beispielsweise können 40 bis 50 Meter Garn eingeplant werden.

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Beispiel: Der DIY-Wandbehang aus drei Knottechniken

Für einen Wandbehang, der aus den beschriebenen Knüpftechniken besteht, werden zunächst zehn Schnüre mit einem Befestigungsknoten an einem Dekoring, einem Rundstab aus Holz oder einer Stange angebracht. Die Länge des Garns hängt davon ab, wie lang die Fransen anschließend werden sollen. In jedem Fall beginnt man mittig mit Rippenknoten und knüpft diagonal nach links und nach rechts. Ähnlich wie beim Flechten kommt immer ein benachbartes Band dazu. Dann werden die vier Schnüre in der Mitte der beiden Stränge zu einem Weberknoten gebunden. Hier kann beispielsweise eine Holzperle aufgefädelt und mit einem weiteren Weberknoten fixiert werden.

Der fertige Wandbehang hängt über einem Sofa.

Der Wandbehang besteht aus drei Knüpftechniken und ist damit perfekt für Makramee-Anfänger geeignet.

Daraufhin werden die beiden Diagonalen, deren Enden noch außen liegen, mit zusätzlichen Rippenknoten wieder zur Mitte geführt und es entsteht eine Raute. Die Ausgangsposition wird wieder hergestellt, indem man die Schnüre erneut nach außen knüpft. Die Schritte können beliebig oft wiederholt werden, bis der Wandbehang die gewünschte Länge hat. Zum Schluss die Fransen nach Belieben zuschneiden. Et voilà – fertig ist die selbstgemachte Deko im Boho-Look.

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