Umfrage zeigt: Mehr als jeder Dritte findet eine Beziehung mit einem Avatar verlockend

Das Liebesleben vieler Menschen verlagert sich ins World Wide Web: Onlinedating und Co. sind fest etabliert, und Fernbeziehungen können dank Videocalls oder Virtual Reality auf ein neues Level gebracht werden.

Hannover. Unser Leben spielt sich mehr und mehr online ab. Die Corona-Pandemie hat diesen Trend noch mal angefeuert und offenbarte – mal mehr, mal weniger reibungslos –, was mithilfe von Technologie alles möglich ist. Auch das Liebesleben vieler Menschen verlagert sich ins World Wide Web. Onlinedating und Co. sind fest etabliert, und Fernbeziehungen können dank Videocalls oder Virtual Reality auf ein neues Level gebracht werden. Und auch die Liebe zu Robotern oder Avataren ist keine Zukunftsmusik mehr.

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Eine neue Umfrage von Parship zeigt, dass für viele feststeht: Da geht sogar noch mehr. So glauben mehr als zwei Drittel der befragten 1000 Männer und Frauen (69 Prozent) in Deutschland, dass es aufgrund der Globalisierung und der technischen Möglichkeiten zukünftig mehr Fernbeziehungen geben wird. 57 Prozent erwarten zudem, dass Menschen ihre Partner oder Partnerinnen fast nur noch online finden werden, und mehr als ein Drittel könnte sich eine Beziehung mit einem Avatar vorstellen.

In einer Beziehung mit einem Avatar

Was nach Science-Fiction-Film klingt, ist für viele durchaus denkbar: Mehr als ein Drittel der Deutschen glauben an die Liebe ohne ein reales menschliches Gegenüber. 34 Prozent glauben, dass mehr Menschen Beziehungen zu virtuellen Avataren eingehen werden. Mit 41 Prozent glauben besonders Männer an die virtuelle Liebe, bei Frauen sind es 27 Prozent.

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Auch Beziehungen zu menschenähnlichen Robotern werden laut der Umfrage zunehmen, 27 Prozent rechnen in Zukunft mit dieser „Beziehungsform“. Und 11 Prozent der Singles in Deutschland könnten sich sogar direkt vorstellen, mit einem Roboter oder Avatar eine Beziehung einzugehen. Gegenüber einer virtuellen Partnerin oder einem Partner zeigen sich auch hier Männer offener (34 Prozent) als Frauen (21 Prozent).

Onlinedating ist nicht mehr wegzudenken

Zurück zur Liebe mit echten Menschen – zumindest teilweise. Für 43 Prozent der Deutschen muss die Beziehung nämlich nicht immer in der realen Welt stattfinden. Sie sind der Ansicht, dass es in Zukunft mehr Paare geben wird, die sich nur virtuell kennen und eine rein digitale Beziehung führen. Von den befragten Singles können sich nur 16 Prozent eine reine Onlinebeziehung vorstellen.

Generell erwarten 57 Prozent, dass Menschen ihre Partnerinnen und Partner fast nur noch online finden werden. Für 61 Prozent werden auch Dates häufiger virtuell stattfinden. 69 Prozent der Männer und Frauen können sich gut vorstellen, dass beim Onlinedating die Profile zudem stärker mit anderen Apps, wie zum Beispiel Kalendern oder Fitnesstrackern, verknüpft werden. Auch die DNA könnte nach Ansicht der Befragten künftig eine Rolle spielen: 45 Prozent stimmen der Aussage „In Zukunft wird man anhand der DNA ein perfektes Match definieren können“ zu. Viele Filme und Serien beschäftigen sich bereits mit dem Thema DNA und Partnersuche.

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Auch Sex und Intimität werden, laut knapp der Hälfte der Befragten, virtueller ausgelebt zum Beispiel über Messenger, Videocalls und Virtual Reality (47 Prozent).

Monogamie hat ausgedient

Bei so vielen Möglichkeiten und der Offenheit, die die Deutschen an den Tag legen, bleibt die Frage, ob monogame Liebe in der Zukunft überhaupt noch angesagt ist. Ganze 46 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass monogame Partnerschaften zunehmend seltener werden. Auch Vergebene zeigen sich offen und neugierig: 48 Prozent denken, dass sich klassische Zweierbeziehungen in Zukunft für andere Modelle als Monogamie öffnen werden.

Parship-Psychologe und Paarberater Markus Ernst erklärt: „Was die Zukunft genau bringen wird, lässt sich natürlich nicht vorhersagen. Hier spielen zu viele Komponenten eine Rolle. Aber Tendenzen lassen sich doch erkennen: So hat sich zum Beispiel Onlinedating in den letzten 20 Jahren etabliert und wird wohl auch in Zukunft immer mehr Beziehungen stiften.“ Ein Blick nach Japan oder Südkorea zeige, dass für einige Menschen Beziehungen mit Avataren oder Robotern längst keine Zukunftsmusik mehr sind.

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In Südkorea etwa sind virtuelle Beziehungen mit Avataren nichts Ungewöhnliches mehr. 2018 heiratete beispielsweise ein Japaner das Hologramm einer Comicfigur. Eine virtuelle Freundin kann beispielsweise die „Gatebox“ sein, die in Japan seit 2017 auf dem Markt ist. Das Gerät kann im Prinzip das, was Alexa auch kann: Wettertemperatur vorhersagen, das Licht zu einer bestimmten Uhrzeit einstellen und auf Fragen antworten. Außerdem ist die „Gatebox“ mit Messengerdiensten verknüpft. Das wohl außergewöhnlichste an der „Gatebox“: In einer Glasglocke ist das Hologramm einer Mangafigur zu sehen.

In einem Werbevideo des Herstellers ist beispielsweise zu sehen, wie ein Mann und seine „Freundin“ ihren Jahrestag zelebrieren. Eine Liebe mit Zukunft?

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